„Fasten und Atmen“ wird durch das bewusste Erleben einer Veränderung in der Kontrolle der Nahrungsaufnahme und Atemfrequenz zu einer spezifisch menschlichen Erfahrung. „Fasten und Atmen“ als ein Lebensvorgang be­deut­et, sich aufgrund von Anpassungsmechanismen besser auf un­gün­stige Verhältnisse in der Umwelt einstellen zu können. Die Gegebenheiten des Organismus werden optimiert und der eigene Überlebensvorteil erhöht.

Meist tun wir es unbewusst "das Atmen", die einzige vegetative Funktion, die wir gezielt steuern können und die so Körper und Geist verbindet. Wer in seinem Alltag das Atmen bewusst einsetzt, kann Stress abbauen und seine Konzentration schärfen. Unsere Nahrung nehmen wir bewusst auf, genauso bewusst sind wir in der Lage auf diese zu verzichten. Der bewusste Verzicht sollte keinen Stress verursachen, sondern in Bezug auf die neu gewonnene Zeit (kein Einkaufen, kein Kochen, kein Essen) Relaxion erzeugen. Durch gezieltes Atmen in der Fastenphase können wir auf das Vegetativum Einfluss nehmen und physiologische Reaktionsmuster wie beispielweise die Pulsfrequenz verlangsamen.


Zur Erklärung der Wirkung des „Fastens und Atmens“ auf die Psyche wird in den verschiedenen Fasten- und Atemformen mehr oder weniger an der Physiologie angesetzt, z. B. deren positive Auswirkungen auf den Alterungs­pro­zesse, beim Stress­management oder bei der Symptomkontrolle.




 

„Fasten und Atmen“ ist eine spezifische menschliche Erfahrung, zu der die kli­ni­sche Psychologie wichtige Erkenntnisse beitragen kann.

Zur Physiologie des „Fasten und Atmens“ ist beispielsweise bekannt, dass der Blutdruck fällt, die vagale Reaktionslage steigt, sich die Stressresilsenz, die Neuro­plastizität und der Umgang mit oxidativem Stress verbessern. Zudem wirkt „Fasten und Atmen“ antiinflammatorisch und der neurotrophe Faktor nimmt zu. „Fasten und Atmen“ hat außerdem Auswirkungen auf Endorphine, Serotonin, Ketone, die Lipolyse und Gluconeogenese, es verbessert die Insulinsensitivität, die Diurese, das IGF, Leptin, STH etc..

„Fasten und Atmen“ hat nicht nur biologisch-physiologische Dimensionen, sondern auch psychosoziale und mental-spirituelle. Die Wirkungen von „Fasten und Atmen“ auf die Psyche sind dahingehend. Bekannt ist, dass sich z.B. die Schlafqualität, die Konzentrationsfähigkeit, die Stimmung, das Schmerz­er­leben, die Leistungs­fähigkeit, die Lebenserwartung, die Wachheit oder auch die kognitiven Reserven bei neurodegenerativen Erkrankungen verbessern. „Fasten und Atmen“ wirkt zudem anxiolytisch, antidepressiv sowie positiv auf das Körperschema.







Die letzt genannten Aspekte beschreiben die Auswirkungen des „Fastens und Atmens“ auf die Psyche. Bei vielen psychisch kranken Patienten ist die Nahrungsaufnahme in der Tat gestört. So hilft nach dem Ausgleich von krankheitsbedingten Mangelsyndromen das geführte „Fasten und Atmen“ ganz allgemein bei stressassoziierten Symptomen, bei Depression, Angst-, Trauma-, Ess- und Schlafstörungen, bei Schmerzen sowie bei Patienten, die Psychopharmaka einnehmen oder ein metabolisches Syndrom entwickelt haben.


Denkschärfe und emotionale Reagibilität werden intensiviert. „Fasten und Atmen“ sollte von Anfang an ebenso geistige und intellektuelle Funktionen einbeziehen, d.h., weniger sprechen und nachdenken, mehr kontemplativ als aktiv sein. Geistiges „Fasten und Atmen“ ist eine Form der mentalen Enthaltsamkeit. Klinisch vertiefen sich Fasten, Atmen und Stille häufig ge­gen­­seitig. Dabei entsteht ein veränderter Bewusstseins­schwer­punkt. Dieses einmalige und außer­gewöhn­liche Erlebnis biete ich in Gruppenseminaren oder als Einzelcoachings (auch online) an. Ich freue mich darauf, Sie in die wunderbare Welt des „Loslassens“ entführen zu dürfen.
 
Ihr Fasten- und Atemcoach


Willy Schnietz


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